Residenz der Schweizer Botschaft

In Washington D.C.

USA

 

 

© by Andy Ryan

Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik, Bern
Projektwettbewerb: 2001
Planung - Ausführung: 2002 - 2006


Geschossfläche: 2702 m2
Gebäudevolumen: 12'321 m3
Baukosten: CHF 23 Mio

Projektteam:
Rüssli Architekten AG und Steven Holl Architects
Justin Rüssli
Steven Holl
Urs Zürcher
Mimi Chan Hua Kueh
Olaf Schmidt
Steven O’Dell

Die auf einem Hügel mit Blick auf das Washington Monument gelegene Residenz ist ein multi-funktionaler Mikrokosmos, der Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum sowie Salons für offizielle Empfänge und Räume der Bediensteten umfasst. Sämtliche offiziellen Residenzräume und die dazugehörigen Nebenräume sind im Erdgeschoss platziert, während die Wohnräume des Botschafters sowie die Gästezimmer und die Personalzimmer im Obergeschoss angeordnet sind.

Der streng geometrische Baukörper der Schweizer Botschaft ist ein kreuzförmiges Volumen auf einem massiven, rechteckigen Sockel. Die Außenseiten des Kreuzes, welche gleichzeitig Teil des Sockels sind, und die daraus resultierenden Außenräume sind den angrenzenden Räumen zugeordnet.

Der gradlinige Grundriss lässt sich bewusst nicht auf die leicht diagonale Form des Baugeländes ein. Während Linienführung und Formen der Architektur klar und einfach sind, verleihen sandgestrahlte, lichtdurchlässige Paneele aus Strukturglas dem Ganzen ein etwas unbestimmtes Erscheinungsbild. Die bei dem Projekt verwendeten Werkstoffe stellen ein wichtiges Merkmal des Entwurfs dar. Der anthrazitfarbige Beton und das milchige Glas sind vom schwarzen Fels und weißen Schnee der Schweizer Alpen inspiriert.

Durch die Kreuzform des Gebäudes entstehen komplexe Innenräume, die durch eine spannungsvolle Vielschichtigkeit und durch das Wechselspiel von Transparenz und Opazität gekennzeichnet sind. Dominiert wird die Raumsequenz durch die doppelgeschossige Eingangshalle mit der direkten Sichtachse auf das Washington Monument.

Die neue Residenz des Schweizer Botschafters steht auf dem höchsten Punkt einer großzügigen Parkanlage. Der Park wird an seinen Rändern mit neu gepflanzten Bäumen begrenzt und wurde als Landschaftsgarten neu gestaltet. Zwischen Residenzgebäude und Parkrand wurde mit einem differenzierten Wegnetz die Künstlichkeit des Gebäudes mit der Natürlichkeit der Umgebung verwoben.