SENIORENRESIDENZ BELLERIVE
KREUZBUCHSTRASSE, LUZERN
2008-2010

Bauherrschaft: Tertianum AG, Zürich
Ausführung: 2008 - 2010
Bauvolumen: Neubauten 41'500 m3
Geschossfläche: 8’100 m2
Baukosten: CHF 39 Mio

Projektteam:
Walter Rüssli
Justin Rüssli
Ruedi Vollenweider
Remo Niess
Patrick Hiltmann
Regula Kammermann

Die Liegenschaft liegt inmitten eines bevorzugten Wohnquartiers von Luzern. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Quaianlage, das Verkehrshaus sowie eine Schiffs- und Bahnhaltestelle. Die bestehende Villa mit ihrer barocken Treppenanlage bildet das Zentrum der Überbauung.

Die Neubauten sind linear der Topografie folgend im Hang aufgereiht. Auf der Aussichts- und Südseite sind filigrane Gartenlauben als Terrassen den Baukörpern vorgelagert. Die Villa wurde für die Empfangs- und Restaurantnutzung umgebaut und bildet mit dem Außenraum das Zentrum der Überbauung. Eine unterirdische Einstellhalle verbindet alle Bauten. Durch ein attraktives Gangsystem gelangt man gedeckt zur Villa.

 

Die Parkanlage mit dem schönen Baumbestand bietet einen herrlichen Naherholungsraum. Sitzflächen um die Villa mit Wasserbecken und Aussichtsterrassen ergänzen den Aussenraum. Im Sommer lädt die Terrasse beim Restaurant in der Villa zum verweilen ein.

Das Konzept der Erschließung basiert auf dem Grundgedanken das sämtliche Bauten Rollstuhlgängig und unter- wie oberirdisch verbunden sind. Eine unterirdische Einstellhalle ist von allen Gebäuden zugänglich, bietet Platz für die Anlieferung, Ver- und Entsorgung der Überbauung. Eine Zufahrtsstrasse für den Notfall und den Taxi-Dienst führt direkt zur Villa. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr führt aus dem Glaslift über ein Rampensystem direkt zur Busstation und Bahnstation.

Die Wohnungsgrundrisse sind eingeteilt in 48 2.5-Zimmer, 20 3.5-Zimmer und 16 Pflegezimmer sowie vier 3.5-Zimmer Wohnungen in der umgebauten Villa.
Durchgehende Veranden bei den Neubauten bilden einen grossen Aussenraum und verlängern die Wohnung in der Tiefe.

Die Fassaden erscheinen Nord- Ost- und Westseitig als massive Bauten. Auf der Aussichts- und Südseite begrenzt eine filigran, mit Aluminiumgitter verkleidete Vorhangfassade die nach aussen begrenzende Gartenlaube. Von innen eröffnet sich eine transparente Fläche die die Sicht auf die Berge und den See frei gibt.

Nordseitig zur Villa entstand der Eingangspavillion der in Anlehnung an die Gartenlaube in Materialisierung und Farbgestaltung das Bindeglied von neu und alt darstellt.

Die Farbkomposition der Aussendämmung wird von der Villa (Tuffstein) abgeleitet. Die Grundfarbe Tuff und grün werden durch die unterschiedliche Farbwahl der textilen Ausstellmarkisen unterstrichen.