EMMI AREAL, Luzern
NEUER HAUPTSITZ &
wohnüberbauung

 

 

LANDENBERGSTRASSE, LUZERN

 

 

Fotos © Roger Frei, Zürich

& Leonardo Finotti, Braslien

Bauherrschaft: Frutiger AG, Thun
Emmi Management AG, Luzern

HAUPTSITZ
Ausführung: 2012 - 2014
Geschossfläche: 5'991 m2
Bauvolumen: 28'200 m3
Baukosten nur Hauptsitz: CHF 25 Mio

WOHNÜBERBAUUNG
Ausführung: 2012 - 2015
Geschossfläche: 23'367 m2
Bauvolumen: 71'714 m3

Gesamtkosten Emmi Areal: CHF 90 Mio

Projektteam Ausführung
Justin Rüssli
Giuseppe Di Blatto
Regula Kammermann
Carol Egger
Mimi Kueh
Natalie Fedtke
Bejan Misaghi
Tanja Zumstein
Davide Pisaturo
Andreas Hamerich

 

>>Wettbewerb 2010 Folio - 1. Rang

Auf der Suche nach einem neuen Standort für den zukünftigen Hauptsitz der kontinuierlich wachsenden Milchverarbeiterin EMMI fiel die Wahl auf die Grundstücke der ehemaligen ’Butterzentrale’ an der Landenbergstrasse am linken Seeufer von Luzern. Das Areal hatte Emmi jahrzehntelang als Produktionsstandort für Milch- und Molkereiprodukte genutzt. Die bestehenden Bauten wurden zurückgebaut und durch den neuen Hauptsitz, in Kombination mit zusätzlicher Wohnnutzung, ersetzt.

In einem Studienauftrag für die Neugestaltung des Areals setzte sich das Projekt ’Shades of Milk’ der Rüssli Architekten AG im Jahre 2010 gegen bekannte Schweizer Architekturbüros durch und bekam den Zuschlag. Emmi übertrug mit dem Verkauf des Projektes die Realisierung an das renommierte Unternehmen Frutiger AG in Thun. Den geplanten Hauptsitz-Standort sicherte sich Emmi als zukünftiger Mieter.

 

Der neue Konzernhauptsitz von Emmi mit 200 Arbeitsplätzen präsentiert sich als Solitärbau mit vorgelagerter Piazza. Das äussere Erscheinungsbild ist von der einzigartigen Rasterfassade bestimmt, die der Vollglasfassade vorgestellt worden ist. Der in der Grundfläche quadratische Baukörper mit seinen vier Geschossen (im Licht 3,5 m gemessen), wirkt zusammen mit den spiralförmig angelegten zweigeschossigen Kommunikationsräumen sehr offen und lichtdurchflutet.

 

 

Mit der Überbauung ist eine städtebauliche Figur und Komposition entstanden, die neben der gewerblichen auch private Nutzung ermöglicht. Sie schafft eine Verflechtung mit dem Quartier und die Gebäudekörper und deren Volumen orientieren sich an den grossformatigen Bauten in der unmittelbaren Umgebung.


Die neue Siedlung nimmt die ursprüngliche industrielle Vergangenheit des Areals auf und bleibt in den Neubauten erkennbar. Die Gesamtanlage entspricht einer klassischen Zeilenbauanordnung. Ein langgestreckter 20 Meter breiter Hof liegt zwischen den beiden Wohngebäuden. Dieser wird im Süden durch den solitären Emmi-Hauptsitz gefasst. Aus dem Wettbewerbstitel assoziiert, jongliert das architektonische Konzept mit entsprechenden Elementen. Die Häuserzeilen sind in weissem Grundton gehalten und einzelne Fassadenelemente tragen natürliche Farbtöne von Milchprodukten wie cappuccino oder macchiato.

 

 

 

WOHNEN & ARBEITEN
Mit dem Projekt wurden 83 Eigentumswohnungen und über 6000 m2 Büro- und Atelierfläche realisiert. Dabei bilden die vier Gebäude – Haus A (Wohnen & Arbeiten) , Haus B (Ateliers), Haus C (Wohnen) und Haus C (Hauptsitz Emmi) – einen offenen Blockrand. Der nordöstliche Abschluss der Überbauung bildet das Haus A mit einem Erdgeschoss, vier Ober- und zwei Attikageschossen. Im Erdgeschoss liegen die Atelier- und Büroräume mit einer Höhe von bis zu 3,60 m.
Dies ermöglicht eine vielfältige Nutzung durch individuelle Ausbauten.

Die durchgehenden Wohnräume in den Ober- und Attikageschossen schaffen eine klare Verbindung von See und Bergpanorama, wobei die Privaträume Richtung See und Pilatus orientiert sind. Durch den ausgereiften und funktionalen Entwurf wirkt die Überbauung im Ensemble emotional sehr ansprechend und wird von der sehr sensiblen und stimmigen Aussenraumgestaltung ergänzt.